Infos und Unterstützung für Studienabbrecher


Organisatoren der Infoveranstaltung Und Morgen Meister
01. Juli 2013 | Ein Studienabbruch ist keine Katastrophe. „Sie stehen damit nicht allein da“, macht Paul Stallmeister, Berater für akademische Berufe, den Betroffenen klar. Es komme oft vor, dass junge Menschen im Laufe ihres Studiums feststellen, dass die akademische Ausbildung doch nichts für sie ist. Wie es danach weitergehen kann und welche Karriereperspektiven eine betriebliche Ausbildung bietet, erfuhren Interessierte in der zweiten Informationsveranstaltung zum Projekt „Und Morgen Meister“.
Mut machen, Interesse wecken und Unterstützung anbieten: Im gemeinsamen Projekt „Und Morgen Meister“ kooperieren Berater der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, der Handwerkskammer Münster und der IHK Nord Westfalen. Ihr Ziel: Alternativen nach dem Studienabbruch aufzuzeigen. Denn der Abbruch muss kein Karriere-Aus sein. Das war auch die wichtigste Botschaft für die 23 Besucher der Veranstaltung. „In Handwerk, Industrie und Handel sind Arbeitgeber durchaus offen für junge Menschen, die ihr Studium nicht beendet haben“, unterstreicht Christian König, Bereichsleiter der Arbeitsagentur Ahlen-Münster. Der Grund dafür sei einfach, so Antoinette Fürstenau-Bröcker, Vermittlerin bei der IHK Nord Westfalen: „Studienabbrecher bringen mit Abitur oder Fachhochschulreife eine gute schulische Vorbildung mit und sind hoch motiviert. Oft gehören sie als Auszubildende sogar später zu den besten Absolventen“.

Wer darüber nachdenkt, sein Studium ohne Abschluss zu beenden, sollte sich genügend Zeit lassen, sich zu orientieren und die richtige Entscheidung zu treffen. „Wer zwei linke Hände hat, sollte sich sehr genau überlegen, welche Ausbildung passend ist“, verdeutlicht Jürgen Brückmann, Ausbildungsvermittler der Handwerkskammer Münster. Viele handwerkliche Berufe seien aber heute hoch technologisiert, benötigten eine gute Auffassungsgabe und weniger motorisches Geschick, sodass viele attraktive Berufswege offen stünden. Interessant können auch duale Studiengänge sein. „Wer dem Studium grundsätzlich nicht den Rücken gekehrt hat, aber mehr praktischen Bezug sucht, findet hier eine gute Alternative“, informiert Antoinette Fürstenau-Bröcker. Bei der Orientierung helfen die Berufsberater der Arbeitsagentur, wie zum Beispiel Paul Stallmeister, der als Ansprechpartner auch Seminare für Studienabbrecher anbietet. „Hier können sich Betroffene austauschen und bekommen das Handwerkszeug, um neue Perspektiven zu entwickeln“, erklärt er.

Die 23 Teilnehmer der Informationsveranstaltung zu „Und Morgen Meister“ nutzten dann auch das Angebot, direkt ins persönliche Gespräch mit den Kooperationspartnern einzusteigen. Denn darum geht es bei der Zusammenarbeit von Arbeitsagentur und Kammern: Kurze Wege und schnelle, unkomplizierte Unterstützung für die Betroffenen. „Dann kann es sogar noch in diesem Jahr mit einer neuen Ausbildung klappen“, so Stallmeister.


Pressemitteilung 077/2013