Neue berufliche Perspektive – IHK neuer Kooperationspartner des Projekts „Und Morgen Meister“


IHK neuer Kooperationspartner des  Projekts „Und Morgen Meister“

Gehen mit dem Projekt ,,Und Morgen Meister'' in die nächste Runde: Joachim Fahnemann, Carsten Taudt, Knut Heine und Thorsten Tacke (v.I.). Foto: privat

22. Juni 2013 | Westfälische Nachrichten | Münster - Das Projekt „Und Morgen Meister“ geht in die nächste Runde. Die IHK NordWestfalen erweitert als neuer Projekt-partner das bestehende Kompetenzteam ausBeratern der Arbeitsagentur Ahlen-Münster und der Handwerkskammer Münster. Gemeinsam eröffnen sie jungen Menschen, die eine Alternative zum Studium suchen, neue berufliche Perspektiven.
Bereits mehr als 100 junge Menschen, die mit dem Gedanken spielen, ihr Studium abzubrechen, haben sich seit dem Auftakt von „Und Morgen Meister“ im Februar bei der Arbeitsagentur Ahlen-Münster und der Handwerkskammer zu alternativen Berufswegen beraten lassen. „Diese große Resonanz bestätigt eindrucksvoll, dass unser Angebot den Nerv trifft“, sagt Joachim Fahnemann, Leiter der Arbeitsagentur Ahlen-Münster.
Die Gespräche mit Betroffenen zeigen: Der Leidensdruck ist groß, wenn man feststellen muss, dass das Studium nicht die richtige Wahl gewesen ist. Umso wichtiger ist es, schnell und unbürokratisch Beratung und Unterstützung zu bekommen. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass nun auch die IHK Nord Westfalen als Projektpartner einsteigt“, so Fahnemann.
„Unsere Organisationen rücken mit ,Und Morgen Meister‘ noch enger zusammen. So bündeln wir unsere Kompetenzen und können den Betroffenen Beratung aus einer Hand anbieten, ohne dass sie unterschiedliche Stellen anlaufen müssen“, schildert Knut Heine, stellvertretender Leiter der Handwerkskammer Münster,
die Vorteile. Im Zusammenschluss decken die Projektpartner jetzt Berufsfelder aller Branchen und Wirtschaftszweige ab.
Studienabbrecher erhalten intensive Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung und profitieren von den Kontakten der beteiligten Organisationen zu den regionalen Arbeitgebern, sei es in Handwerk, Handel, Industrie oder Verwaltung. „Auf kurzen Wegen können wir Praktika organisieren und Ausbildungsplätze vermitteln“, so Carsten Taudt, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung der IHK Nord Westfalen, und ergänzt: „Wir freuen uns, als Partner das Projekt zu unterstützen. Denn für Unternehmen sind Studienabbrecher durchaus interessante Bewerber. Sie bringen eine gute Vorbildung mit und sind meist hoch motiviert“. Gemeinsam
sei man nah dran an den Betrieben und könne Chefs und Studienabbrecher zusammenbringen. „So möchten wir dazu beitragen, den Fachkräftebedarf zu decken“,
so Taudt. Für Thorsten Tacke, Vertriebsleiter bei Auto Krause, ein guter Weg: „Wir merken, dass es in einigen Ausbildungsberufen schwieriger wird, gute Bewerber zu gewinnen. Daher geben wir gerne auch Studienabbrechern eine Chance“. Gemeinsam mit Taudt rät er den Betroffenen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken: „Die Betriebe der Region bieten attraktive Karrierechancen: Deshalb jetzt informieren, ausprobieren und durchstarten.“

Quelle: Westfälische Nachrichten 22.6.2013